Die Gehaltsabrechnung – (K)ein Mysterium auf DIN A4

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Redakteur

(Werbung) – Meist einmal im Monat kommt für jeden Angestellten der „Tag der Wahrheit“. Ein paar Tage vor dem Zahltag am Ende des Monats bekommen wir diesen kryptisch anmutenden Brief, bestehend aus Zahlen, Prozentwerten und vielen anderen Angaben. In der Gehaltsabrechnung ist für die Allermeisten die wichtigste Zeile diesem Zahlengeflecht der Auszahlungsbetrag, aber auch die ganzen anderen Werte haben System und sind gar nicht so schwierig zu verstehen.

Foto: von Peter Stanic auf Pixabay

Der rote Faden

Ganz egal in welcher Firma jemand beschäftigt ist und wie die Gehaltsabrechnung optisch daherkommt, ein Großteil der Angaben ist bei allen Abrechnungen gleich. Hintergrund ist auch, dass es gesetzliche Vorschriften gibt, welche Angaben mindestens abgedruckt werden müssen. Immer sind folgende Daten auf jeder Abrechnung:

– Persönliche Daten (Name, Anschrift),
– Bruttogehalt (mit allen Zulagen),
– Abzüge für Lohnsteuern,
– Sozialversicherungsbeiträge,
– Nettogehalt mit Auszahlungsbetrag.

Achtung Kontrolle!

Gerade wenn man die ersten paar Abrechnungen in den Händen hält, sollten die „Basics“ einmal kontrolliert werden. Dies ist wichtig, damit keine Abrechnungen ins Hause flattern, die zwar korrekt berechnet wurden, aber auf falschen Grundlagen basieren. Im oberen Teil der Abrechnung steht zum Beispiel die eigene Sozialversicherungs- und Steueridentifikationsnummer. Stimmen diese auch? Weiterhin findet man die eigene Steuerklasse, die Krankenkasse und vielleicht eine Übersicht zu den Urlaubstagen. Wenn sich hier ein Fehler eingeschlichen hat, sollte man der Personalabteilung einen Besuch abstatten.

Von Brutto zu Netto

Kommen wir zum interessanten Teil. Was ist denn jetzt tatsächlich zusammengekommen? Im oberen Dritten des Lohnstreifens ist das Bruttogehalt angegeben. Je nachdem, ob ein fester Lohn vereinbart ist oder jede Arbeitsstunde einzeln abgerechnet wird, ergibt sich das Bruttogehalt. Wenn es eine Sonderzahlung gibt, steht diese auch bei den Bruttobeträgen. Und dann geht’s rund. Und rund bedeutet konkret runter… Denn von der oft stattlichen Bruttosumme kommen jetzt Abzüge, die den Arbeitslohn dahinschmelzen lassen. Es werden vom Brutto zuerst die Steuern (also Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) abgezogen. Wir haben keine Wahl. Es ist wie es ist. Aber dann geht es weiter. Mit den Sozialversicherungen. Kein günstiges Vergnügen, aber wichtig und richtig. Es gehen also die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung ab, meistens die halben Beiträge, die gesetzliche vorgeschrieben sind und schmälern das Brutto weiter. Und was dann noch bleibt? – Dein Nettogehalt.

Sammeln und dann?

Die Abrechnungen sollten, selbst wenn man Sie im ersten Moment nicht zu brauchen scheint, für ein paar Monate aufbewahrt werden. Bei einem Eltern- oder Wohngeldantrag werden die Gehaltsabrechnungen vielleicht nochmal gebraucht oder man möchte selbst in einigen Wochen noch einmal den einen oder anderen Punkt überprüfen. Also: Abheften!

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