Kieler Kiezgrößen gesucht – erstes Impulsprojekt zu “Kiel kann Kiez”

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Redakteur

(CIS-intern) – Die Kieler Innenstadt befindet sich seit Jahren im Umbruch. Spätestens seit der Fertigstellung des Holstenfleets lebt das Herz der Stadt sichtbar auf und konnte sich in 2021 über 15 Neueröffnungen freuen. Gepaart mit 15 Pop-up Stores in sechs Immobilien und 21 unterschiedlichen Programmpartnern im Pop-up Pavillon am Alten Markt trotzt die Innenstadt mit viel Kreativität und Gründungsmut der Pandemie.

Foto: Kiel Marketing

Innovative Geschäftsmodelle gesucht! Die Landeshauptstadt Kiel und das Innenstadt-Management von Kiel-Marketing e.V. möchten diese Aufbruchsstimmung nutzen, um auch Bereiche zu unterstützen, die mit dem Strukturwandel stärker zu kämpfen haben. Mit den Geldern aus dem Fördertopf des Innenstadtprogramms der Landeszentrenförderung (75 Prozent) und dem Eigenanteil der Stadt (25 Prozent) mietet Kiel-Marketing zwei verfügbare Flächen zwischen Holstenfleet und Alter Markt an, um sie dann zu deutlich vergünstigten Konditionen weiterzuvermieten. „Wir haben diese Maßnahme zur gezielten Revitalisierung der oberen Holstenstraße von Anfang an unterstützt“, berichtet Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, und ergänzt: „Die verfügbaren Flächen in der oberen Holstenstraße können dieses Quartier zum Transformationsmotor der Innenstadt werden lassen. Dass wir hier investieren, wird dem gesamten Standort gut tun“.

Der Wettbewerb „Kiez-Größe gesucht“ ist eingebettet in den Quartiersprofilierungsprozess „Kiel kann Kiez“, der über das letzte Jahr mit unterschiedlichen Beteiligungsformaten angelaufen ist und von dem externen Beratungsbüro Belius aus Berlin gesteuert wurde. Kernaussage des Abschlussberichts ist die Einteilung der Innenstadt in sechs Quartiere, deren Profil es nun gemeinsam mit den Akteur*innen vor Ort zu schärfen gilt. Der Wettbewerb ist das erste Impulsprojekt aus dem Prozess und der offizielle Start für die Teilraumentwicklung des Kiezes „Obere Holstenstraße“.

„Wir suchen Untermieter*innen, die ein stimmiges, innovatives Konzept vorweisen können, das neben spannenden Produkten ein großes Augenmerk auf Aufenthaltsqualität und Erlebnisorientierung für die Kund*innen richtet“, erläutert Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing, die Zielgruppe des Aufrufs.

Offene Besichtigungstermine
Interessierte können sich bei zwei Besichtigungsterminen die Immobilien genau anschauen:
Montag, 24.1. um 10 Uhr sowie am Mittwoch, 26.1. um 15 Uhr. Start ist jeweils am Jacobsen-Haus, Holstenstraße 2-12. Das Innenstadtmanagement von Kiel-Marketing ist an beiden Terminen vor Ort und steht für Fragen gerne zur Verfügung.

Die Bewerbungsphase läuft vom 20. Januar bis zum 10. Februar 2022. Alle, bis dahin eingereichten Bewerbungen, werden zunächst von einem lokalen Gremium vorsortiert und danach an eine externe Fachjury weitergegeben. Der Bewertung wird ein Katalog aus zehn Einzelkriterien zugrunde gelegt, die unterschiedlich stark gewichtet werden: „Neben der inhaltlichen Qualität spielt die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzepts eine zentrale Rolle. Unser Ziel muss es sein, dass sich das Gewinner-Konzept nach der Förder-Phase mit einer weiterhin angestrebten Übergangszeit eigenständig in der Fläche halten kann“, erklärt Janine-Christine Streu, die bei Kiel-Marketing für das Ansiedlungsmanagement verantwortlich ist. Dies sei man auch den Eigentümer*innen schuldig, ergänzt Wanger.

Die Eigentümer der beiden Partnerimmobilien haben ihre Miete noch über die von der Förderrichtlinie des Landes geforderten 30 Prozent hinaus reduziert, um die Umsetzung des Projekts auch bei Flächen von rund 300 qm möglich zu machen. Alle Bewerbungsunterlagen und Informationen zu den Flächen finden Interessierte unter www.kieler-innenstadt.de/kiezgroesse 

Ankündigung: Die Kieler*innen sind gefragt! Neben der fünfköpfigen Fachjury, die sich aus bundesweiten Expert*innen für innovative Nutzungskonzepte zusammensetzt, werden auch Kieler*innen und Kiel-Besucher*innen die Chance haben, unter den eingereichten Bewerbungen für ihr persönliches Lieblingskonzept abzustimmen. Nähere Informationen hierzu folgen.

 

Hintergrund: Der Landeshauptstadt Kiel wurden im September 2021 im Rahmen der Zentrenförderung des Landes Schleswig-Holstein 219.000 Euro für einen Ansiedlungsfonds bewilligt. Mit der Umsetzung wurde das Innenstadt-Management von Kiel-Marketing betraut. Ergänzt um den Eigenanteil der Stadt stehen Kiel-Marketing 292.000 Euro bis Ende 2024 für die Anmietung von Immobilien zur Verfügung. Die Projektabwicklung hat sich dabei an der Förderrichtlinie des Landes für das Innenstadtprogramm zu orientieren: Endfassung Förderrichtlinie Innenstadtprogramm (ib-sh.de).

Das Förderprogramm des Landes war im Rahmen der Corona-Hilfen Mitte Juni 2021 auf den Weg gebracht worden. Der Ansiedlungsfonds ist dabei Teil eines Projektfonds zur Stärkung der Innenstadt mit weiteren drei Modulen. Für die Einrichtung dieses Projektfonds erhält die Landeshauptstadt Kiel aus dem 10-Millionen-Programm des Landes Schleswig-Holstein zur Förderung der Innenstadtentwicklung 500.000 Euro (667.000 Euro mit städtischem Eigenanteil). Bei den weiteren Modulen handelt es sich um temporäres urbanes Mobiliar zur Attraktivitätssteigerung und Bespielung von Straßen und Plätzen, ein Strategiekonzept für Veranstaltungen sowie die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie für die Innenstadt.

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