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Die Stiftsbibliothek Bordesholm: Ort frühneuzeitlicher Gelehrsamkeit

Autor: Horst Schinzel am 02.02.2015

Bibliothek

(Von Horst Schinzel) - Das im Zuge der Reformation 1566 aufgelöste Augustiner-Chorherrenstift im mittelholsteinischen Bordesholm war einst ein Zentrum frühneuzeitlicher Gelehrsamkeit. Daran erinnert bis zum 10. Mai 2015 eine Ausstellung in der Kieler Universitätsbibliothek.

Die Bordesholmer Handschriftensammlung wird seit zwei Jahren von der Kieler Universitätsbibliothek und der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel in einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft erschlossen. Kerstin Schnabel, Mitarbeiterin im Wolfenbütteler Handschriftenzentrum, promoviert über dieses Thema und hat die Ausstellung konzipiert.

Foto Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel


In Bordesholm wurden Frühdrucke gesammelt und Handschriften kopiert. Chorherren brachten von ihren Studienaufenthalten in Bologna, Erfurt, Köln, Prag und Rostock Bücher mit. Im vorpommerschen Tochterstift Jasenitz wurden Schriften kopiert. Schließlich umfasste der Bücherbestand in Bordesholm über fünfhundert Bände. Die wurden kunstvoll eingebunden und katalogisiert.

Nach der Umwandlung des Stiftes in eine Lateinschule gingen viele Handschriften und Bücher verloren. Der Rest wurde 1665 in die neu gegründete Universitätsbibliothek überführt. Dubletten wurden verkauft, und es gab weitere Verluste.


Die Kieler Universitätsbibliothek in der Leibnizstraße ist montags bis freitags von 9 bis 22 Uhr, sonnabends bis 20 Uhr, sonntags 10 bis 18 Uhr geöffnet.



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