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DIE LINKE. Schleswig-Holstein fordert sofortige Hilfen für Frauenhäuser

Autor: CIS am 19.10.2016

Frauenhäuser

Die Situation der Frauenhäuser in Schleswig-Holstein ist schon länger angespannt. Seit Monaten wird es immer schwieriger für Frauen und ihre Kinder, einen Platz in einem Frauenhaus zu finden. Die Häuser sind zum Teil überbelegt und kommen mit der Arbeit kaum nach.

Foto: pixabay.com / geralt

Ein Grund dafür ist der desolate Wohnungsmarkt in den Städten und Kommunen. Ein anderer, dass die Gewaltschutzarbeit Früchte trägt und auch geflüchtete Frauen ihre Rechte wahrnehmen und Schutz in einem Frauenhaus suchen. Die Frauen finden keine Wohnungen und verweilen dadurch immer länger in den Schutzhäusern.

"Durch die jahrzehntelange Misswirtschaft auf dem sozialen Wohnungsmarkt hat sich die Situation nun so zugespitzt, dass auch Frauen und Kinder in höchster Not davon betroffen sind ", sagt Katjana Zunft Landesvorstandsmitglied und Sprecherin der LAG Kinder, Jugend und Familie. "Wir brauchen nicht nur sofort mehr Frauenhausplätze und mehr Personal für die Häuser, sondern auch ein nachhaltiges Wohnungsprogramm für das ganze Land."

Das Ministerium hat angekündigt, die Situation zu entschärfen, indem temporär Frauenhausplätze aufgestockt werden soll. Das reicht der LINKEN nicht: Auch der Personalschlüssel muss verändert werden. Derzeit gilt ein Personalschlüssel 1:6. Dieser muss auf 1:5 erhöht werden.

"Die Aufgaben in den Frauenhäusern sind komplexer geworden. So ist es nicht nur die Gewaltschutzarbeit, die dort geleistet wird, sondern auch Kinder und Jugendhilfe, psychosoziale Beratung, Sozialberatung, Ausländerecht und Integrationsarbeit, die den Alltag in den Häusern bestimmen. Die Zeit für die Wohnungssuche nimmt immer mehr Raum ein", weiß Katjana Zunft zu berichten.

DIE LINKE. Schleswig Holstein fordert die Landesregierung auf, ein sofortiges Wohnungsbauprogramm zu beschließen, mehr Frauenhausplätze zu schaffen und die Personaldichte zu erhöhen. Außerdem fordert sie die Städte und Kommunen auf, umgehend die Mietobergrenzen für Leistungsempfänger zu erhöhen, damit sofort mehr Wohnraum zur Verfügung steht.

PM: Die Linke


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