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„Orpheus und Eurydike“ in Kiel: Die Liebe besiegt den Tod

Autor: Horst Schinzel am 08.05.2016

Oper Kiel

(Von Horst Schinzel) - Nach dem großen Erfolg mit einer Einstudierung von Lullys Oper „Atys“ sind die Spezialisten für die Wiederaufführung barocker Opern Lucinda Childs, Paris Mexis und George Tellos zurück an den Kleinen Kiel. Diesmal haben sie eine Einstudierung von Christoph Willibalds Glucks Oper „Orpheus und Eurydike“ mitgebracht. Und die wird zu einem gefeierten Erlebnis. Am hoch gefahrenen Pult der Kieler Philharmoniker einmal mehr der junge Spezialist für barocke Musik Rubén Dubrowsky. Unter seiner Stabführung schwelgt das Orchester in der klangvollen barocken Musik.

Foto Olaf Struck

Gluck war zu seinen Zeiten ein viel beschäftigter Komponist. Er ist durch Ballettmusiken ebenso bekannt geworden wie mit neuartigen Opernformen. Die antike Sage vom Sänger Orpheus, dem die Partnerin Eurydike gestorben ist, bekommt bei ihm eine neue Wendung. Orpheus steigt in die Unterwelt hinab, um die geliebte Frau zurück zu holen. Die Götter fordern: Er darf sie nicht ansehen und auch nicht ansprechen. Orpheus scheitert daran. Und wie es scheint: Eurydike ist für immer verloren Aber Amor sorgt dafür, dass sie Liebenden ins Leben zurück kommen können.

In Kiel bezaubern die drei Solistinnen Tatia Jibladze, Kammersängerin Heike Wittlieb und Hye Jung Lee mit ihrem herrlichen und wunderbar geführten Stimmen. Dies gilt ebenso für den von Lam Tran Dinh einstudierten Chor der Furien und Geister der Unterwelt wie für die Damen und Herren des Ballett Kiel, die einen eindrucksvollen Beitrag zum mystischen Geschehen leisten. Wunderbar die Bühnenmusik. Das Premierenpublikum ist begeistert und feiert alle Beteiligten lang und anhaltend.

Weitere Aufführungen

22. Mai, 19.30 Uhr, 26. Mai, 19 Uhr


Schlagworte:
theater kiel, oper kiel

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