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Kiels neuer Erster Kapellmeister stellte sich vor

Autor: Horst Schinzel am 27.12.2015

Opernhaus

(Von Horst Schinzel) - Mozarts geniale Oper „Die Hochzeit des Figaro“ ist offenbar im Norden sehr populär. Derzeit haben die Hamburgische Staatsoper, die dortige Kammeroper und das Landestheater Schleswig-Holstein das Werk auf ihren Spielplänen. Und seit dem 2. Weihnachtstag auch wieder das Kieler Opernhaus. Die gefeierte Inszenierung de Generalintendanten Daniel Karasek ist zurück. Und sie gab dem neuen Ersten Kapellmeister – die Kieler haben auf diesem Posten einen beachtlichen Verschleiß – Gelegenheit, sich den dortigen Musikfreunden vorzustellen

Foto © Claudia Heysel

Ab Januar 2016 ist Daniel Carlberg 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor des Theaters Kiel. Zuvor war er seit 2009 am Anhaltischen Theater Dessau in gleicher Position tätig. Bereits während seines Klavier- und Violinstudiums an der Hochschule für Musik und Theater Hannover war er künstlerischer Leiter und Dirigent des Jugendsinfonieorchesters Kassel. Anschließend studierte er Dirigieren bei Prof. Leopold Hager an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Das Abschlusskonzert im Konzerthaus Wien mit dem Radio-Symphonieorchester Wien führte zum Diplom mit Auszeichnung. Zudem belegte er Meisterkurse u.a. bei Fabio Luisi, Kurt Sanderling, Peter Gülke, Jorma Panula und Seiji Ozawa. 1999 assistierte er bei den Festspielen Kammeroper Schloss Rheinsberg, 2000 war er Stipendiat der Bayreuther Festspiele.

Festengagements führten ihn an das Südthüringische Staatstheater Meiningen, das Landestheater Linz sowie als 2. Kapellmeister an das Badische Staatstheater Karlsruhe. 2001- 08 war er Teilnehmer im Förderprogramm Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, seit 2004 in deren Künstlerliste maestros von morgen. Daniel Carlberg gab Konzerte und Opernvorstellungen u.a. mit dem Dohnany-Orchester Budapest, der NDR Radiophilharmonie, dem Göttinger Symphonie-Orchester, dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, den Orchestern der Komischen Oper Berlin und des Staatstheaters Darmstadt, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, dem Brucknerorchester Linz und dem Radio-Symphonieorchester des SWR Stuttgart.

2006 begann mit der Einladung zum Internationalen Musikinstitut Darmstadt eine besondere Auseinandersetzung mit neuer Musik – im Sommer 2006 mit mehreren Konzerten neuer Werke, u.a. zwei Uraufführungen und einer Europäischen Erstaufführung mit Musikern aus den führenden Klangkörpern europäischer Ensembles für zeitgenössische Musik.

Am Badischen Staatstheater Karlsruhe dirigierte er u.v.a. die Premieren von Werther (als DVD bei Arthaus erschienen) und Die Italienerin in Algier (auf überwiegend historischen Instrumenten). Höhepunkte seiner Dessauer Zeit waren z.B. die szenische Erstaufführung Massenets Esclarmonde im deutschsprachigem Raum, die Welturaufführung des Musicals Casanova von Stephan Kanyar und die Gründung der Konzertreihe staging the bauhaus mit selbst moderierten inszenierten Konzerten der klassischen Moderne, eingebunden in thematische Licht-, Form-, Farb-, Bild- und Videoinstallationen auf der Bühne des Bauhauses Dessau.  


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