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„Dornröschen“ – Gast aus München begeistert Kiels Ballettfreunde

Autor: Horst Schinzel am 12.10.2015

Dornröschen

(Von Horst Schinzel) - In der fünften ‚Spielzeit steht der Ukrainer Yaroslav Ivanenko dem BallettKlEL als Direktor und Choreograf vor. Seit 2011 hat er es verstanden, seiner Truppe einen Ruf zu verschaffen, der weit über die Region hinausreicht. Nachdem er .bereits die Tschaikowski-Ballette „Der Nussknacker“ und „Schwanensee“ in gemäßigt moderner Form herausgebracht hat, hatte nun an diesem Sonnabend das 125 Jahre alte Ballett „Dornröschen“ Premiere. Dies mit einer herausragenden – um Mitglieder der noch relativ neuen Ballettakademie und einer umfangreichen Statisterie verstärkten –Truppe. Der Abend wurde zu einem überragenden Erfolg.

Foto: Olaf Struck

Ivanenko – der seine Ideen ausführlich im Programmheft darlegt- hält sich dicht an die von Marius Pepita für Tschaikowski erdachte Handlung. In die führt er die Geschichte von dem Mädchen mit den Schwefelhölzern nach Hans Christian Andersens kunstvoller Geschichte ein. Und hält sich wie Pepita an die französische Form des Märchens „La belle au bois dormant“.

Für seine Fassung hat er drei Welten geschaffen, für die ihm Lars Peter ein karges Bühnenbild angelegt hat. In den bunten Kostümen von Heiko Mönnich tritt eine vielfältige Gesellschaft auf – ein König und seine Frau (Llewelyn Malan und Viola Crocetti-Marschall), eine schillernde Hofgesellschaft, Feen, die Gestalt des Bösen Carabosse (Amilcar Moret Gonzales). Allen voran aber der Prinz (Shori Yamamoto) und die Ukrainerin Katharina Markowkaja (38) als Aurora. Die Künstlerin bringt vielfältige Erfahrungen auch in dieser Rolle mit. Derzeit ist am Bayerischen Staatsballett engagiert. In Kiel begeistert sie mit ihrem Liebreiz und ihrem großen Können die Ballettfreunde. Ihr steht Shori Yamamoto mit seinen kraftvollen Sprüngen in nichts nach.

Ivanenko bringt die Geschichte mit großer Liebe zum Detail – und damit mit einigen Längen – heraus. Das Philharmonische Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Georg Fritzsch musiziert und auf weite Strecken arg laut. Die Premierenbesucher sind begeistert, geizen nicht mit Szenenbeifall und feiern am Ende alle Beteiligten lang und anhaltend

Weitere Aufführung 31. Oktober ,20 Uhr


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